Almluft schnuppern? Aber gerne!

Weshalb sind Almen in Tirol so wichtig? Was versteht man eigentlich unter einem Bergmahd? Und: welche Arbeiten fallen denn da an? Fragen, auf die eine einzigartige Aktion Antworten gibt:  Die Schnuppertage in der Schule der Alm zwischen dem 23. August und 16. September.

Für mich ist es immer wieder eine wunderschöne Aufgabe, den Sommergästen unseres Landes die Bedeutung der Almen und Bergmähder zu erklären. Es sind vor allem die ökologischen und landschaftlichen Auswirkungen der Almwirtschaft, die mich von Kindesbeinen an faszinieren. Und nicht zuletzt ist es die gepflegte Landschaft in unseren Tälern und auf unseren Almen, die Tirol zu einem Sommerurlaubsland par excellence machen.

Diese Ziegenherde begleitet die Teilnehmer des Schnupperwochenendes auf ihren Wanderungen.
Die Tiere fühlen sich auf der Zeischalm wohl.

Was haben Ziegen auf einer Alm zu suchen?

Wo könnte man das alles besser erklären als auf einer Alm? Genauer: auf einer uralten Alm. Sie liegt im Inneren Valsertal und wird von einer Frau bewirtschaftet: Helga Hager. Besonders attraktiv für Besucher sind die Tiere, die Helga hält: es sind Ziegen einer beinahe ausgestorbenen Rasse, nämlich jener der Tauernschecken.

Was haben Ziegen auf einer Alm zu suchen, werden sich viele fragen. Genau hier setzt die Schule der Alm an. Denn Ziegen waren auf Almen und Bergmähdern immer sehr wichtig. Weshalb das so ist? Das erfahren die Teilnehmer an den Schnuppertagen von Sennerin Helga persönlich.

Die Ziegenherde auf dem Bergmahd.
Almsennerin Helga führt die Teilnehmer der Schnuppertage persönlich durch Alm und Bergmahd.

Begleitet von Helgas Ziegenherde machen die Besucher einen Rundgang durch Alm und Bergmahd. Erfahren, wie wichtig Ziegen zur Offenhaltung von Almen sind. Denn sie fressen die Blätter und Zweige aufkommender Büsche ab und verhindern so das Zuwachsen uralter Kulturlandschaft. Verbuschte, unansehnliche Bergmähder sind uns ja meistens bekannt.

Almarbeiten vor Ort erklärt

Auf der ‚Roas‘ mit der Goaß’ erfahren die Teilnehmer aber auch viel über die verschiedenen Arbeiten, die hier anfallen. Ob es nun das Aufsstellen von speziellen Zäunen ist, die Errichtung und Säuberung kleiner Waale, das sind Bewässerungskanälchen oder das Mähen auf stteilen Wiesen. Oder die Erhaltung von Wegen, die im Winter wichtig sind. Dann nämlich, wenn das auf den hochgelegenen Bergmähdern geerntete Heu mit schlittenähnlichen Geräten zu Tal gezogen wird. Eine schöne, wenngleich nicht ungefährliche Tätigkeit.

Im Winter wird das Heu von den Bergmähdern mit schlittenähnlichen Geräten, sie werden im Valsertal ‚Ferggl‘ genannt, zu Tal gezogen.

Abgeschlossen werden die Schnuppertage mit einer geführten Wanderung auf eine der originellsten und schönsten Almen Tirols. Denn die Zeisch-Alm und ihr charismatischer Hirte Erich Gatt sind weder mit einer Seilbahn noch über eine Straße erreichbar. Als Belohnung für den rund eineinhalbstündigen Aufstieg auf die 2.000 m hoch gelegene Alm winken jedoch wahre Kunstwerke, die Erich hier in den letzten Jahrzehnten errichtet hat. Wie die großen ‚Steinmandln‘, die quasi über das Valsertal wachen.

Wächter des Valsertales. Eines von Erich Gatts überdimensionalen Stoamandle.
Eine Gruppe der Schule der Alm bei einem der Stoamandle (Stein-Männer) des Erich Gatt auf der Zeischalm.
Erich ist Hirte auf der Zeisch und verantwortlich für etwa 50 Rinder.

Lust auf ein wirklich exklusives Urlaubswochenende bekommen?

Dann solltet ihr euch schnell anmelden. Noch sind Plätze für folgende Termine frei:

23.08. – 26.08.2018
30.08. – 02.09.2018
06.09. – 09.09.2018

 

LINKS:

Ausführliche Informationen über die Schnuppertage