Doppelt so schnell am Gipfel

Im Steinacher Skigebiet Bergeralm laufen die Vorbereitungen für die kommende Wintersaison auf Hochtouren. Ab Anfang Dezember 2017 soll der Skibetrieb starten, und das mit einer immensen Qualitätsverbesserung im Bereich der Aufstiegsanlagen.

Meine Lieblingspiste

Bergeralm-Fans wissen es seit langem: Es gibt kaum irgendwo in Tirol eine Piste, die dem sportlichen Skifahrer so viel Spaß und Fahrfreude bereitet, wie jene zwischen dem Nösslachjoch (2.200 m) und der Mittelstation Bergeralm (1.600 m). Die perfekte Präparierung ist, wie auf allen anderen Pisten der Ski- und Freizeitarena Bergeralm, eine Selbstverständlichkeit. Dafür hat das kleine, aber feine Familienskigebiet mit seinen insgesamt 29 km Pisten schon mehrere Preise eingeheimst – so gab es vom Testportal skiresort.de zum Beispiel 5 von 5 Sternen für die Pistenpflege.

Skifahren auf der Bergeralm
Carven vom Feinsten
Skiresort.de
Auszeichnung 2016

Doppelt so schnell am Gipfel

Einziger Wermutstropfen für diese, meine Lieblingspiste war bisher, dass man eine relativ lange Auffahrt mit dem etwas veralteten Doppelsessellift „Hoher Turm“ in Anspruch nehmen musste. Bei kalten Temperaturen oder windigen Verhältnissen war die Auffahrt von 13 Minuten oft gefühlte 30 Minuten lang. Dieser Umstand gehört nun der Vergangenheit an, denn ab Start der Wintersaison 2017/18 sitzt man wahlweise bequem auf einem beheizten Sechser-Sessel mit Wetterschutzhaube oder in einer 8-er Gondel. Die moderne 6/8er-Kombibahn der Fa. Doppelmayr wird für die Auffahrt nur mehr 6 Minuten brauchen, obwohl sie um 200 m länger ist und nun direkt zum Gipfel des Nösslachjochs führt. Da schlägt das Skifahrer-Herz schneller. Das Probesitzen auf einem Sessel der neuen Anlage habe ich bereits im vorigen Winter getestet und hatte dabei das Gefühl, auf einer Wohnzimmercouch zu sitzen, herrlich bequem. Und wie es in Zukunft am Nösslachjoch ausschauen wird, kann man sich jetzt schon vorstellen.

 

Bergstation
Nösslachjoch…
…mit Blick nach Steinach

Trotz einiger Hürden im Zeitplan

Laut Geschäftsführer Erich Raffl und Betriebsleiter Florian Raffl ist man bei den Bauarbeiten gut im Zeitplan. Der Transport des 49 Tonnen schweren Tragseils war zwar eine große Herausforderung, da genau zum Liefertermin die Bundesstraße wegen eines Erdrutschs gesperrt war und einige Sondergenehmigungen für die alternative Anlieferroute über die Brennerautobahn nötig waren. Aber mittlerweile ist das Seil an Ort und Stelle und montiert, auch ein Probelauf hat bereits erfolgreich stattgefunden.

Bauarbeiten auf der Bergeralm
Bauarbeiten bei der Mittelstation im vollen Gange

Und wenn Frau Holle nicht mitspielt?

Darüber müssen sich Bergeralm-Skifahrer Gott sei Dank keine Gedanken machen, denn mit einer Top-Beschneiungsanlage kann man in 3 Tagen winterliche Verhältnisse auf die Pisten zaubern. Wenn also der Naturschnee – wie so oft in den letzten Jahren – erst später kommt, ist der Skispaß auf der Bergeralm trotzdem garantiert. Ein beruhigendes Gefühl, wenn man sich schon jetzt für den Kauf einer Saisonskarte oder eines Freizeittickets entscheidet. 5 % Vorverkaufs-Rabatt gibt es übrigens noch bis zum 31.10.2017 – mein Tipp: unbedingt nutzen.

Vorverkaufsstellen sind in der Raika Matrei (zu Banköffnungszeiten) und bei der Talstation der Steinacher Bergbahnen (Mo – Sa).

Weitere Informationen und Preise: www.bergeralm.net
Bilder: Klemens Hörtnagl, TVB Wipptal

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