Wie viele Pistenkilometer braucht man zum Skifahren?

Warum ich dieser Ansicht bin? Ich zähle mich zur Kategorie „sportliche Skifahrer“ und gestehe, dass ich gern etwas schneller unterwegs bin. Ich liebe das Kurvengefühl beim Carven – dazu braucht es allerdings gewisse Voraussetzungen, die man auf der Bergeralm die ganze Saison über vorfindet.

Natürlich war ich auch schon mehrmals in großen Skigebieten. Aber wirklich überzeugt hat mich die hohe Anzahl an Pistenkilometern nirgends. Zieht man alle Verbindungswege (meist schmal und mit wenig Neigung), alle schlecht oder gar nicht präparierten Pisten sowie alle Anfängerpisten ab, dann bleibt von ursprünglich 200 Kilometern meistens nur mehr die Hälfte übrig. Wenn man dann auch noch berücksichtigt, dass auf den beliebtesten Pisten mit den schnellsten und komfortabelsten Aufstiegshilfen die Abfahrt einem Durchschleichen durch die skifahrende Masse gleicht, man immerzu aufpassen muss, dass man einen Weg findet um einen Schwung zu machen – dann bleiben unterm Strich meistens nicht viel mehr übrig, als 30 km wirklich fahrbare Pistenkilometer.

Skifahren vom Feinsten
Top gepflegte Pisten

Den oft zitierten Spruch „Qualität vor Quantität“ kann man meiner Meinung nach also auch auf ein Skigebiet anwenden. Denn im Wipptaler Skigebiet Bergeralm hat man dank einer hohen Dichte an Beschneiungsanlagen und einer wirklich professionellen Pistenpräparierung die genannte Pistenanzahl auch wirklich zur Gänze zum Genuss-Skifahren zur Verfügung. Zahlreiche Auszeichnungen wie „Testsieger in der Kategorie Pistenpflege 2016“ beim Skiarea-Testportal  sowie „Geheimtipp – führendes Skigebiet bis 30 km“ bei skiresort.de hat die Bergeralm in den letzten Jahren zu Recht eingeheimst. Es kommt nicht von ungefähr, dass zahlreiche Skiprofis auf der Bergeralm trainieren und dass immer wieder überregionale Skirennen hier statt finden.

Skiresort.de
Auszeichnung 2016

Wenn man morgens früh dran ist, kann es sein, dass man die Jochabfahrt bei fast für sich allein hat – ein wahrer Luxus für Liebhaber von langgezogenen, schnellen Schwüngen. Ein besonderer Skigenuss ist auch die „Waldabfahrt“, eine anspruchsvolle Piste für Fans von Geländekuppen und kurvenreichen Abfahrten. Dafür nehme ich die etwas längere Auffahrt mit dem Hohen Turm-Sessellift gerne in Kauf.

Und wenn ich einmal Lust auf ganz viel Sonne und Nostalgie habe, dann geht’s auf die andere Bergseite zum Hochsonnlift. Für Freerider finden sich neben der Piste immer ein paar Flecken Tiefschnee und Naturschneeliebhaber kommen auf den federweichen Pisten voll auf ihre Rechnung. Der traumhafte Panoramablick bis in die Dolomiten, die Schlagermusik an der Talstation und das Rattern des Schlepplifts machen diesen Teil der Bergeralm zu etwas ganz Besonderem. Kindheitserinnerungen werden wach. Und vielleicht erhält die nächste Auszeichnung der freundliche Liftangestellte Walter, der jedem Skifahrer den Bügel reicht und immer gut gelaunt ein paar nette Worte parat hat.

Hochsonnlift
Tiefschneefahren am Hochsonnlift

Der Saison-Auftakt ist trotz widriger Witterungsverhältnisse bereits gelungen. Die Bergeralm hat ihre Pforten am Samstag, dem 19.11. geöffnet. Und auch wenn in nächster Zeit kein Naturschnee mehr kommt, mache ich mir keine Sorgen – das Skigebiet Bergeralm wird uns trotzdem gut präparierte Abfahrten und sportlichen Genuss bescheren.

Webcam und weitere Infos auf www.bergeralm.net

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