Winterlich Wandern

Was gibt es Schöneres als mit eigener Kraft ohne viel Ausrüstung durch eine tief verschneite, sonnendurchflutete Landschaft zu wandern? Vor allem wenn man das Grau und den Matsch der Städte satt hat, tut ein Tapetenwechsel gut. So geht es zumindest mir und auch meinem Jungkater Björn.

Im Sommer ist das Wandern natürlich leicht möglich und wenn es nicht gerade in Strömen regnet, blitzt und donnert, dann ist dies großteils auch gefahrlos machbar. Im Winter kommen hier ein paar zusätzliche Aspekte dazu, die man beim Winterwandern noch bedenken muss – Temperatur, Wegbeschaffenheit und Lawinensituation.

Grundsätzlich ist das Winterwandern eine herrliche Art, die bekannten Sommerlandschaften völlig neu zu erfahren. Bei schönem sonnenklaren Himmel aber auch bei langsam fallenden Schneeflocken bietet die winterliche Wanderung echte Erholung und Gemütsaufhellung. Und sobald ich wieder zurück bin in meiner warmen Wohnung – kommt der Entspannungseffekt. Darin ist Björn Weltmeister.

Winterwandern im Gschnitztal
Winterwandern auf leisen Pfoten mit Jungkater Björn

Richtige Ausrüstung

Beim Winterwanden sollte man aber einige Dinge beachten. Erstens sollte man das richtige Outfit haben. Auch beim Winterwandern kann es heiß her gehen, da bringt das Zwiebelprinzip den richtigen Grad an Kühlung. Nicht zu warm angezogen weggehen und andauernd Reißverschluss auf und zu – damit man nicht zu sehr ins Schwitzen kommt. Dazu kommen die richtigen Schuhe – das Beste sind spezielle Winterwanderschuhe, gut isoliert, hoher Schaft und guter Grip! Normale Bergschuhe werden mit der Zeit oft nass (trotz Goretex) und sind auf Dauer oftmals doch zu kalt. Ich empfehle dazu immer ein paar Grödeln (Schuhspikes) dabei zu haben, dann sind vereiste Partien auch gar kein Problem.  Die Schneeschuhe sind natürlich für das weglose, sprich nicht geräumte Gelände konzipiert und beim echten Winterwandern dann gar nicht nötig.

Alpine Gefahren

Grundsätzlich kann es bei uns im Alpenbogen bei viel Schnee auch Lawinengefahr bestehen. Die geräumten Winterwanderwege, wenn sie mit Premiumschildern (pink) beschildert sind, werden gewartet und bei Gefahr gesperrt. Ansonsten sollte man sich generell auf lawine.at bezüglich des Gefahrenbilds informieren. Die Wanderwege,welche am Talboden entlang von Wäldern geschützt verlaufen, sind jedoch als gefahrlos einzustufen.

Winterwandern im Gschnitztal, Wipptal
Winterwanderweg Richtung Talschluss in Gschnitz

Wegbeschaffenheit

Das Wandern im Winter ist grundsätzlich etwas langsamer und auch etwas anstrengender als der gleiche Weg im Sommer. Bei 10 cm Neuschnee geht’s eben nicht so schnell, aber dafür wie auf Wolken. Vor allem im Frühjahr kann es sein, dass das nachmittägliche Tauwetter den Wanderweg über Nacht mit einer Schicht Eis versieht. Da helfen nur Grödeln um Sicherheit zu garantieren. Die gibt es übrigens gratis zum Verleih im TVB Büro in Steinach.

Mein Winterwander Tipp

Meine Lieblingstour ist im Gschnitztal auf dem Premium Winterwanderweg von Trins Liftstüberl bis nach  Gschnitz und wenn wir früh genug los kommen, sogar bis zum Ortsende von Gschnitz (siehe Link). Dann kann ich aber Björn in den Anorak stecken und alleine nach Hause gehen. Unsere nächste Tour wird entweder im Schmirtal, Kalte Herberge sein oder Obernberg Richtung Talschluss – wir können es kaum erwarten.

Winterwandern im Wipptal, mit Jungkater Björn
Winterwandern im Wipptal, Kater Björn lässt sich nach Hause tragen. Er liebt das Zwiebelprinzip. Foto: carmesine

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