Unterwegs am Peter Kofler Klettersteig in St. Jodok

Da ich ja selbst im Bergsteigerdorf St. Jodok zu Hause bin, ist ein Abstecher zum Peter Kofler Klettersteig in der Stafflacher Wand ein idealer sportlicher Ausflug für mich. Der Weg zum Einstieg ist kurz und ist entweder direkt von Stafflach in 5 min oder vom Bahnhof in St. Jodok in 15 min zu Fuß erreichbar. Parkmöglichkeiten gibt es in St. Jodok, ich fahre meistens mit dem Rad direkt bis nach Stafflach. Die Sicherheitsausrüstung (Helm, Klettersteigset und Klettergut) habe ich zusammen mit Handschuhen und einer Wasserflasche im Rucksack verstaut. Anfangs habe ich die Ausrüstung beim Textil Eller oder beim Bergsteigerhotel “Das Lamm” in St. Jodok ausgeliehen, jetzt habe ich meine eigene Ausrüstung.

Der Peter Kofler Klettersteig mit mittleren Schwierigkeitsgrad (C) gibt es nun schon fast 5 Jahre und er erfreut sich großer Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen. Der Aufstieg dauert ca. 1 – 1,5 h je nach dem, welches Tempo man einlegt. Für alle, die nur kurz Klettersteigluft schnuppern wollen oder sich nicht ganz nach oben trauen, gibt es  zwei Ausstiegsmöglichkeiten. Alternativ kann man auch über den Wanderweg von Stafflach/Steinach bis zum Gipfelkreuz aufsteigen. Die Kletterroute ist sehr abwechslungsreich, enthält mehrere Seilbrücken und wechselt auch im Schwierigkeitsgrad ständig ab (A – C). Ich war schon von Anfang von der Route begeistert und als kleine Besonderheit wird man während des Aufstiegs durch Bänke und Sitzgelegenheiten immer wieder zum Verweilen und Genießen eingeladen. Neu ist, dass es im leichten Aufstiegsbereich vor der ersten Seilbrücke eine Quelleinfassung gibt. “Erichs Wasserle” nennt sich das kühle und klare Quellwasser, das als Erfrischung sehr willkommen ist.

Oben angekommen hat man einen schöne Aussicht über das Dorf St. Jodok, das von der Bahnschleife der Brennerbahn eingebettet daliegt, sowie in das Valsertal mit seinen stolzen Bergen. Ein Eintrag im Gipfelbuch darf natürlich nicht fehlen, besonders bei der ersten Begehung im Jahr. Dann genehmige ich mir noch ein frisches Getränk aus der am Gipfelkreuz bereitgestellten Getränkekiste, das ich mit einer Spende für die Bergrettung vergüte.

Auch wenn ich den Klettersteig in der Stafflacher Wand mittlerweile schon sehr oft gegangen bin, freue ich mich immer wieder aufs Neue oben am Kreuz auf einem Bankerl zu sitzen und mein kleines Heimatdorf St. Jodok zu blicken.

 

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Kategorie : Bergleben, Sport
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